Freund ein Heer

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Wer nicht Glück hat,
Findet ungerechten Preis für seine Tugend.
Ein Knüppel für Rückgrat
Und die Giftdose für Gesichtslose.

Um zu biegen und zu brechen,
Kommen sie kriechen, mich zu stechen.
Im dichten, warmen, treuen Wahn
Nehm‘ sie das Schicksal in den Arm.

Der Deutsche zeigt sich auf zweierlei Weise:
Dem Herrscher voller Demut,
Doch dem Seinesgleichen
Erhaben über jeden Zweifel.

Sie fragen bloß, wie lange noch,
Bin ich des Staates langer Finger?
Dem Freien ist der Freund ein Heer
Und die Menge Zwinger.

– T. Nordbruch

Till Nordbruch
Herausgeber des Philosophie Journals

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